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Workshop-Rückblick: KI Weiterbildungsplanung selbst umsetzen

Workshop-Rückblick: KI Weiterbildungsplanung selbst umsetzen

Titelbanner KI-Workshop

Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst angekommen. Doch wie lässt sich aus einzelnen Schulungen, ersten Tool-Erfahrungen und wachsenden regulatorischen Anforderungen eine systematische Weiterbildungsplanung entwickeln?

Genau diese Frage stand im Mittelpunkt des AI TRAQC-Workshops „KI-Weiterbildungsplanung selbst umsetzen“ am 2. Juli 2026. Gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen wurde erarbeitet, wie KI-Kompetenzen im Unternehmen gezielt aufgebaut und nächste Schritte für eine nachhaltige Qualifizierung abgeleitet werden können.

KI ist bereits Teil der Unternehmensrealität

Im Workshop wurde deutlich: Die teilnehmenden 10+ Unternehmen starten nicht bei null. Alle setzen bereits mehrere KI-Systeme in unterschiedlichen Geschäftsbereichen ein. KI ist damit keine abstrakte Zukunftstechnologie mehr, sondern in vielen Arbeitsprozessen bereits praktische Realität.

Gleichzeitig zeigte sich, dass der Einsatz von KI häufig schneller wächst als die dazugehörigen Strukturen. Während Tools und Anwendungen bereits genutzt werden, sind Fragen nach Risikoeinschätzung, Kompetenzanforderungen und langfristiger Qualifizierung noch nicht überall systematisch beantwortet.

EU AI Act: Kompetenzanforderungen stärker in den Blick nehmen

Ein zentrales Thema des Workshops war die Einordnung von KI-Systemen im Kontext des EU AI Acts. Viele Unternehmen beschäftigen sich bereits mit KI-Anwendungen, doch nur wenige sind sich bislang sicher, welchen Risikoklassen ihre eingesetzten Systeme zugeordnet werden können.

Damit verbunden sind wichtige Fragen: Welche Verpflichtungen ergeben sich aus der Nutzung bestimmter KI-Systeme? Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeitende, Führungskräfte oder Verantwortliche im Unternehmen? Und wie lässt sich sicherstellen, dass KI nicht nur innovativ, sondern auch verantwortungsvoll eingesetzt wird?

Der Workshop machte deutlich, dass KI-Weiterbildung nicht nur eine Frage technischer Anwendungskompetenz ist, sondern zunehmend auch zu einem Bestandteil von Compliance, Organisationsentwicklung und strategischer Unternehmenssteuerung wird.

Von der Einzelschulung zum kontinuierlichen Kompetenzaufbau

Viele Unternehmen haben bereits erste KI-Basisschulungen umgesetzt. Diese Angebote sind ein wichtiger Einstieg, bleiben jedoch häufig punktuell: einmalige Schulung, kurzer Überblick, erste Sensibilisierung.

Für eine nachhaltige KI-Transformation reicht das langfristig nicht aus. Wenn KI-Systeme dauerhaft in Geschäftsprozesse integriert werden, braucht es auch dauerhaft angelegte Lernstrukturen. Dazu gehören wiederkehrende Lernangebote, rollenspezifische Kompetenzprofile und Formate, die an den tatsächlichen Anwendungsfällen im Unternehmen ansetzen.

Im Workshop wurde daher besonders deutlich, dass KI-Weiterbildungsplanung als kontinuierlicher Prozess verstanden werden sollte.

Welche Weiterbildungsformate funktionieren?

Bei der Frage, welche Lernformate in der Praxis besonders geeignet sind, zeigte sich ein differenziertes Bild.

Online-Formate werden von vielen Unternehmen klar geschätzt. Sie bieten Flexibilität, lassen sich gut in den Arbeitsalltag integrieren und ermöglichen es, Grundlagenwissen effizient zu vermitteln. Gerade für Basisthemen, kurze Lernimpulse oder ortsunabhängige Teilnahme sind digitale Formate sehr attraktiv.

Präsenz-Workshops entfalten ihre Stärke vor allem dort, wo Tiefgang gefragt ist: bei konkreten Fallbeispielen, Diskussionen, Reflexion und Austausch zwischen Unternehmen oder Fachbereichen. Wenn es darum geht, eigene Anwendungsfälle zu analysieren oder gemeinsame nächste Schritte zu entwickeln, bleibt der persönliche Austausch besonders wertvoll.

Deutlich wurde auch: Pflichtkurse und stark gemischte Vorkenntnisse können Motivation und Lernerfolg bremsen. Ein kurzer Vorkenntnis-Check vor Beginn einer Weiterbildung kann helfen, Gruppen besser zusammenzustellen, Inhalte passgenauer auszuwählen und Lernangebote wirksamer zu gestalten.

KI-Weiterbildung entfaltet dann die größte Wirkung, wenn sie zur tatsächlichen KI-Nutzung im Unternehmen passt – praxisnah, rollenspezifisch und anschlussfähig an bestehende Prozesse.

KI-Governance als nächster Entwicklungsschritt

Wie können Unternehmen den Einsatz von KI organisatorisch begleiten? Das nächste große Thema ist KI-Governance. Gemeint sind damit Prozesse, Rollen, Regeln und Strukturen, die den Einsatz von KI im Unternehmen verlässlich unterstützen. KI-Governance hilft dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Risiken einzuordnen, Lernbedarfe zu identifizieren und den Nutzen von KI systematisch zu erschließen.

Ausblick

Der Workshop „KI-Weiterbildungsplanung selbst umsetzen“ hat gezeigt, wie groß der Bedarf an Orientierung, Austausch und konkreten Planungshilfen ist. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, KI-Kompetenzen nicht nur kurzfristig aufzubauen, sondern langfristig in ihrer Organisation zu verankern.

Unser AI TRAQC Projekt unterstützt Unternehmen dabei, diese Entwicklung aktiv zu gestalten: durch praxisnahe Workshopformate, wissenschaftlich fundierte Impulse und den Austausch zwischen Forschung, Weiterbildung und regionaler Wirtschaft.

Denn erfolgreiche KI-Transformation braucht mehr als leistungsfähige Tools. Sie braucht Menschen, die KI verstehen, reflektiert einsetzen und gemeinsam verantwortungsvoll weiterentwickeln.

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