Workshop-Rückblick: KI im Verkauf und Kundenservice

Workshop-Rückblick: KI im Verkauf und Kundenservice

Titelbanner Rückblick KI-Workshop

Am 24. September 2026 fand der AI TRAQC-Workshop „KI im Verkauf und Kundenservice“ bereits zum zweiten Mal statt. Aufgrund der großen Nachfrage nach der ersten Auflage im Januar 2026 war eine Wiederholung sinnvoll, zumal sich die Technologie in der Zwischenzeit rasant weiterentwickelt hatte und die Inhalte entsprechend aktualisiert wurden.

23 Teilnehmende aus 13 Unternehmen sowie von der IHK kamen zusammen, um sich mit den Chancen und der praktischen Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Vertrieb und Kundenservice auseinanderzusetzen. Ein Grußwort von Prof. Dr. Nicole Graf, Rektorin der DHBW Heilbronn, eröffnete die Veranstaltung, gefolgt von einem Überblick über unser Projekt.

Technologieoffen und pragmatisch: Das Stimmungsbild zu Beginn

Eine Aufstellung zu Beginn des Workshops zeigte ein aufschlussreiches Bild: Die Mehrheit der Teilnehmenden schätzte sich selbst als eher technologieoffen und pragmatisch ein und nutzt KI regelmäßig in ihrem Arbeitsalltag. Auch bei der Branchenverteilung zeigte sich ein ausgewogenes Bild: Rund die Hälfte der Teilnehmenden kam aus B2C-, die andere Hälfte aus B2B-Unternehmen.

Von veränderten Geschäftsmodellen zu den Grundlagen der KI

Inhaltlich startete der Workshop mit einem Blick darauf, wie sich Geschäftsmodelle im Zeitalter der Technologie und KI verändern. Darauf folgte eine fundierte Einführung in die Grundlagen der künstlichen Intelligenz: Unterkategorien der KI, Arten des maschinellen Lernens sowie die Funktionsweise großer Sprachmodelle (LLMs) wurden verständlich aufbereitet. Ergänzt wurde dies durch einen Überblick über unterschiedliche KI-Chatbots und deren Einsatzmöglichkeiten vor allem im Vertriebsbereich.

Im Anschluss wurden die Teilnehmenden aktiv einbezogen und berichteten von ihren eigenen KI-Erfahrungen: welches Tool für welchen Zweck genutzt wird und was dabei gut beziehungsweise weniger gut funktioniert.

Der Sweet Spot of Innovation: Wo sich KI-Anwendungsfälle lohnen

Ein zentrales Konzept des Workshops war der „Sweet Spot of Innovation“: die Überlappung von drei Feldern – was von Mitarbeitenden gewünscht wird (etwa bei repetitiven Aufgaben, Zeitfressern oder ungenutzten Daten), was technologisch machbar ist und was sich wirtschaftlich lohnt. Genau in diesem Schnittbereich sollten Unternehmen nach passenden KI-Anwendungsfällen suchen.

Mit diesem Rahmen im Kopf ging es in die Gruppenarbeit: An den Tischen diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen mögliche KI-Anwendungsfälle für den eigenen Betrieb – ein Format, das für lebhaften Austausch und konkrete erste Ideen sorgte.

Aus der Praxis: Anwendungsfälle und kleine Life-Hacks

Ein besonders häufig genannter Anwendungsfall war die Nachbearbeitung von Terminen, wie Protokolle, To-dos und Fristen. Auch der Bedarf an einem besseren betriebsinternen Wissensmanagement wurde deutlich, wobei die Verfügbarkeit geeigneter Daten dafür vielerorts noch eine offene Frage bleibt.

Daneben gab die Dozentin einige praktische „Life-Hacks“ mit auf den Weg:

  • Ein KI-Tool kann genutzt werden, um detaillierte Prompts für ein anderes KI-Tool zu erstellen.
  • Text aus PDF-Dateien lässt sich herauskopieren und in eine TXT-Datei einfügen – das spart deutlich Rechenressourcen.
  • Alternativ kann ein Screenshot einer PDF-Seite gemacht und dem KI-Chatbot zur Texterkennung übergeben werden.

KI-Task-Force als nächster Schritt

Ein weiterer Impuls aus dem Workshop: Es kann sich lohnen, betriebsintern eine KI-Task-Force zu starten. Diese richtet sich nicht an Technikexpertinnen und -experten, sondern an interessierte Mitarbeitende, die mit offenen Augen und Ohren KI-Themen verfolgen und sich beispielsweise monatlich austauschen, was es Neues gibt. So lässt sich die Belegschaft nachhaltig für das Thema KI sensibilisieren.

Tools und Prompting im Fokus

Zum Abschluss stellte die Dozentin eine umfangreiche Liste an KI-Tools für Vertrieb und Kundenservice vor. Ergänzend wurden Prompting-Frameworks und praktische Tipps präsentiert, die die Teilnehmenden direkt selbst ausprobieren konnten.

Durchweg positive Rückmeldungen

Die Rückmeldungen zum Workshop fielen einheitlich sehr positiv aus: Die Gesamtbewertung lag bei 9,3 von 10 Punkten, die Organisation wurde mit 4,9 von 5 Punkten bewertet, und die Weiterempfehlungsrate (NPS) erreichte 9,0 von 10 Punkten.

Der Workshop hat gezeigt, wie groß das Interesse an praxisnaher KI-Weiterbildung im Vertriebs- und Kundenservice-Umfeld ist und liefert damit wertvolle Impulse für die weitere Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Region.

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