Wie können Organisationen KI-Kompetenzen bei ihren Mitarbeitenden systematisch aufbauen? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Workshops am 24. April im Rahmen des DHBW AI Transfer Congress 2026.
Unter dem Titel „Upskilling & Reskilling: Wie Organisationen KI-Kompetenzen für ihre Mitarbeitende systematisch aufbauen und fördern können“ diskutierten mehr als 30 überwiegend aus Unternehmen kommende Teilnehmende aktuelle Erfahrungen, Herausforderungen und konkrete Bedarfe rund um KI-Weiterbildung.
Viele Organisationen beschäftigen sich bereits intensiv mit Künstlicher Intelligenz – jedoch häufig ohne einem strukturierten Weiterbildungsplan. Eine Abfrage unter den Teilnehmenden zeigte ein deutliches Bild: Von 23 eingebrachten Unternehmensperspektiven hatten nur wenige Organisationen bereits einen klaren Plan für KI-Weiterbildungen. Die Mehrheit der Unternehmen haben zwar erste KI-Schulungen gestartet, folgen dabei aber noch keinem übergreifendem Gesamtkonzept. Andere befinden sich sogar erst in der Planung der ersten KI-Schulungen oder haben bislang noch nicht mit KI-Schulungsmaßnahmen begonnen.
Diese Rückmeldungen machten sichtbar: KI-Kompetenzentwicklung ist in vielen Unternehmen angekommen, wird aber häufig noch zu punktuell gedacht. Gerade wenn Schulungen ausschließlich freiwillig angeboten werden, besteht das Risiko, dass vor allem diejenigen Mitarbeitenden teilnehmen, die ohnehin bereits ein hohes Interesse an KI mitbringen. Für einen breiten und nachhaltigen KI-Kompetenzaufbau braucht es deshalb klare Zielgruppen, passende Formate und einen systematischen Ansatz.
Was funktioniert bei KI-Schulungen besonders gut?
In Kleingruppen wurden verschiedene Formate diskutiert, die sich in der Praxis bereits bewährt haben. Besonders positiv bewertet wurden kurze, gut zugängliche Lerneinheiten wie Microlearning, Learning Nuggets oder Microcredentials. Auch präsenzähnliche Formate, menschliches Coaching und konkrete Möglichkeiten zum Ausprobieren wurden als wirksam beschrieben.
Deutlich wurde außerdem: KI-Schulungen sollten nicht nur Wissen vermitteln, sondern Orientierung geben, Anwendung ermöglichen und Mitarbeitende aktiv einbinden. Gerade bei einem so breiten Themenfeld wie Künstlicher Intelligenz benötigen Beschäftigte praxisnahe Beispiele, die direkt an ihre Aufgaben und ihren Arbeitskontext anschließen.
Was funktioniert weniger gut?
Kritisch diskutiert wurden vor allem lange oder weniger interessante Online-Kurse, rein vortragsbasierte Formate und Schulungen ohne praktische Übungsanteile. Wenn Teilnehmende KI-Anwendungen nicht selbst ausprobieren können oder wenig Raum für Austausch bleibt, sinkt die Effektivität deutlich.
Wünsche und nächste Impulse
Die Teilnehmenden formulierten klare Wünsche an zukünftige KI-Schulungsformate: mehr interaktive Elemente, gamifizierte Angebote, Quizze, konkrete Praxisbeispiele und weniger klassische Vorträge. Besonders gefragt sind Einblicke, wie KI tatsächlich im Unternehmen genutzt wird: Wer nutzt welche Tools? Für welche Aufgaben? Mit welchen Erfahrungen?
Unser Fazit
Der Workshop hat unseren Ansatz bestätigt: Wer KI-Kompetenzen nachhaltig aufbauen möchte, sollte Weiterbildung nicht dem Zufall überlassen. Es braucht klare Lernziele und Zielgruppen sowie passende Formate und Lernangebote, die Mitarbeitende aktiv einbeziehen. Genau hier setzt AI TRAQC mit seinen Angeboten zur KI-Schulungsplanung und Kompetenzentwicklung an.